Logo Oekoprofit

8. Runde ÖKOPROFIT wird 2014 starten

Kostensenkung mit integriertem Klimaschutz

Weniger Abfall und Wasserverbrauch, mehr Energieeffizienz: Städteregion lädt Unternehmen zur Mitwirkung an Beratungsprojekt ein - maximal 15 Plätze zu vergeben - Landesförderung ermöglicht niedrige Teilnahmegebühr

[Aachen] - Was haben der Signal-Iduna-Park in Dortmund und die Veltins-Arena in Gelsenkirchen gemeinsam? Nichts, werden Fußballfans antworten. Falsch: Es gibt ein Interesse, das beide Bundesliga-Stadien vereint. Es ist dasselbe Ziel, das auch der Metallbaubetrieb Martin Krings aus Monschau und der Aachener Süßwarenhersteller ZENTIS verfolgen: die eigenen Betriebskosten zu senken. Alle vier Unternehmen haben daher an ÖKOPROFIT teilgenommen - und dadurch zugleich die Umwelt entlastet. In Kürze startet das bundesweit erfolgreichste Beratungsprojekt für kostenbezogenes Energie- und Umweltmanagement in der StädteRegion Aachen bereits zum achten Mal – seit über 10 Jahren wird das Projekt erfolgreich angeboten.

Der Grundgedanke von ÖKOPROFIT ist ebenso einfach wie einleuchtend: Das Konzept verbindet ökonomischen Gewinn mit ökologischem Nutzen. Unternehmen, die an dem Projekt mitwirken, bekommen Berater an die Seite gestellt, die ihnen bei der Optimierung der Betriebsabläufe helfen. Im Mittelpunkt stehen die umwelt- und damit zumeist auch kostenrelevanten Faktoren, so der Energie- und Wasserverbrauch, die Abfall- und Abwassermenge. Einbezogen werden zudem rechtliche und organisatorische Fragen sowie solche der Arbeitssicherheit.

„Jede eingesparte Kilowattstunde entlastet die Umwelt und macht Geld frei, das sich anderweitig sinnvoller einsetzen lässt, beispielsweise für Investitionen oder die Schaffung von Arbeitsplätzen“, sagt Umweltamtsleiter Pilgrim. Der Doppelnutzen von ÖKOPROFIT hat den Kreis Aachen bewogen, das von der österreichischen Landeshauptstadt entwickelte Kooperationsprojekt vor mehr als zehn Jahren erstmalig auch in der Aachener Region durchzuführen. 2002 hat der Kreis auch die Stadt Aachen mit ins Boot genommen. Seitdem fungieren beide Kommunen als örtliche Träger. Mit der fachlichen Beratung hat die Kommune die B.A.U.M. Consult GmbH aus Hamm sowie die Aachener Unternehmensberatung consulting – Dr. Saumweber & Partner beauftragt.

Um die Sparpotenziale zu ermitteln, machen die Experten anhand von Betriebsbegehungen zunächst eine Bestandaufnahme. Gemeinsam mit den ÖKOPROFIT-Beauftragten der Firmen werden spezifische Schwachstellenanalysen durchgeführt, z.B. für die Bereiche Energie, Abfall, Wasser und Gefahrstoffe, und erstellen dann einen Maßnahmenplan. Er kann neben kurzfristig realisierbaren Vorhaben auch langfristige Ziele enthalten. Ergänzend zu den Vor-Ort-Terminen finden während der einjährigen Projektlaufzeit acht Workshops statt. Darin tauschen sich die Teilnehmer untereinander und mit dem Fachteam aus, das die Betriebe auch bei der Umsetzung der ersten Maßnahmen begleitet.

Rat und Unterstützung erhalten die Teilnehmer zudem bei den Fachbehörden der StädteRegion und der Stadt Aachen sowie bei den weiteren Partnern, die in der StädteRegion Aachen mit ins Projekt-Boot geholt wurden. Dazu gehören die IHK, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der StädteRegion Aachen, die Unternehmerverbände Aachen sowie die Effizienz-Agentur NRW.

Die vorgeschlagen Verbesserungen reichen von geänderten Einstellungen an den Kühl- oder Heizanlagen bis zur verbesserten Mülltrennung. Auf dem Gelände eines Stahlwerks entdeckten die Berater eine Produktionshalle, in der noch immer die Sicherheitsbeleuchtung brannte, obwohl das Gebäude schon vor Jahren stillgelegt worden war. „Das ist sicher ein Extrembeispiel, aber fündig geworden sind wir bisher noch immer“, sagt Johannes Auge, der als Geschäftsführer der B.A.U.M. Consult das Fachteam vor Ort leitet.

Bundesweit haben bisher über 2.500 Unternehmen ÖKOPROFIT durchlaufen. Davon entfallen allein über 1.300 auf Nordrhein-Westfalen, wo die Landesregierung das Projekt unterstützt. Zu den Ausrichtern gehören kleine Gemeinden ebenso wie Großstädte, zudem einige Regionen und kommunale Zusammenschlüsse. Wo ÖKOPROFIT einmal stattgefunden hat, sprechen sich die Vorteile rasch herum, weshalb es vielfach zur Neuauflagen kommt: So läuft das Projekt derzeit nicht nur in der StädteRegion Aachen zum wiederholten Mal, sondern auch in Essen, Dortmund, Münster und anderen NRW-Regionen.

Ebenso vielfältig wie das Spektrum der Träger ist das der Teilnehmer: Es reicht von Betrieben mit 10 Mitarbeitern bis zu solchen mit über 1.000, wobei der Schwerpunkt auf den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) liegt. „Das ist eine große Stärke von ÖKOPROFIT. Das Modell passt immer, ob bei einem Handwerksbetrieb, einem Produzenten oder einem Krankenhaus“, verweist Winfried Kranz vom Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen auf die große Bandbreite der Teilnehmer in Aachen.

Über die direkte Kostenreduzierung durch Einspareffekte hinaus bietet ÖKOPROFIT noch weitere Vorteile. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat dokumentiert, mit dem die Unternehmen werbewirksam auf ihr Engagement aufmerksam können. Da die Maßnahmen nicht „von oben herab“ verordnet, sondern in Kooperation mit den Betrieben erarbeitet werden und die Wirkung sofort erkennbar ist, sind die zuständigen Mitarbeiter hoch motiviert.

Erfahrungen bei abgeschlossenen Durchgängen zeigen, dass die Suche nach Verbesserungen bei Betriebsorganisation und Umweltschutz auch nach der Projektlaufzeit weitergeht. Aus der Zusammenarbeit in den Projektrunden entwickeln sich, begünstigt durch eigens eingerichtete Internet-Plattformen, örtliche oder branchenbezogene Netzwerke. In der StädteRegion Aachen hat sich ein ÖKOPROFIT-Klub etabliert, in dem die in den Vorjahren ausgezeichneten Betriebe regelmäßig Erfahrungen und Informationen zur Senkung der Umweltkosten austauschen.

Interessierte Betriebe aus der StädteRegion Aachen können weitere Informationen zu dem Projekt anzufordern oder sich einfach über das Internet www.oekoprofit-staedteregion-aachen.de informieren. Die Zahl der Teilnehmer ist auf maximal 15 begrenzt. Da ÖKOPROFIT vom nordrhein-west­fä­li­schen Umweltministerium gefördert wird, kann die Städteregion den mitwirkenden Unternehmen günstige Konditionen bieten. Wie hoch der jeweilige Beitrag ist, richtet sich nach der Betriebsgröße.

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Kontakt für ÖKOPROFIT-Interessenten:

 

Hubert Schramm

StädteRegion Aachen – Umweltamt

Zollernstraße 10, 52070 Aachen

Tel. 0241-5198-2558

Fax 0241-5198-2268

E-Mail hubert.schramm@staedteregion-aachen.de

 

Johannes Auge

B.A.U.M. Consult GmbH

Sachsenweg 9, 59073 Hamm

Tel.: 02381-30721-170

Fax: 02381-30721-165

E-Mail J.Auge@baumgroup.de

 

Abschluss der achten Runde ÖKOPROFIT Aachen
09. November 2015: Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung wurden zehn Betriebe ausgezeichnet.

Kosten senken, Klima schützen: StädteRegion Aachen stärkt Betriebe durch „ÖKOPROFIT“
Weniger Abfall und Wasserverbrauch, mehr Energieeffizienz: Beratungsprojekt in der StädteRegion für höchstens 15 Unternehmen - Landesförderung ermöglicht niedrige Teilnahmegebühr.